NAMIBIA

… ist Segelfliegen pur, ein grenzenloses Flugerlebnis in einem Freiraum der weltweit einzigartig ist!

Namibia bietet mit ca. 400 x 500 km das wohl größte per Notam verlautbarte Segelfluggebiet der Welt, und erstreckt sich noch weitere 900 x 200 km in den Luftraum von Botswana. Gewaltige Flüge bis zu 1.400 km wurden hier schon reingelegt, 1.000 km FAI-Dreiecke und 1.000 km Ziel-Rück Flüge sind immer wieder machbar! In den drei Monaten Segelflugsaison kann man praktischen jeden Tag fliegen. Spitzenpiloten zeigen, dass an fast der Hälfte der Tage über 1.000 km geflogen werden können.

Aber es müssen nicht immer Rekordflüge sein, auch der “normale” Streckenflieger findet bei diesen Bedingungen eine große Spielwiese, und kann sich von unseren Mitarbeitern und den ausgezeichneten Gastpiloten in einer familiären Umgebung zu seinen nächsten Leistungsschritten inspirieren lassen.

LANDSCHAFT & WETTER

Die meiste Zeit bewegt man sich über der Kalahari, einer Dornstrauch- und Trockensavanne. Sie liegt beidseitig des südlichen Wendekreises, und reicht von der südafrikanischen Provinz Nordkap durch Namibia und Botswana hindurch, bis nach Angola und Sambia hinein. Ihre Fläche beträgt über eine Million Quadratkilometer.

Im Westen stellt das Naukluftgebirge oft die Wettergrenze dar, das erlaubte Fluggebiet reicht noch ein Stück in die dahinter beginnende Namib Wüste hinein. Durch das Aufeinandertreffen der Namib- und Kalahariluftmassen, kommt es immer wieder zu ein- bis zweihundert Kilometer langen Konvergenzlinien, ein unglaubliches Flugerlebnis!

Steigwerte von 8-10 m/s findet man zwar nicht immer, werden aber jedes Jahr wieder dokumentiert und lösen Jubelschreie im Cockpit aus. Dazu liegt die generelle Höhenfreigabe bei FL195, damit kann man das eine oder andere Mal aus fast 6.000 m einen Endanflug von über 200 km ansetzen.

Aus solchen Höhen sieht die Kalahari flach und endlos aus, und mit der klaren Sicht sieht man die Wendepunkt weit voraus. Kommt man tiefer, kann man viele Details dieser zum großen Teil unberührten Landschaft entdecken. Die Salzpfannen und die endlosen Dünen der rötlichen Sandwüste im Osten, die Felsen und Canyons des Naukluftgebirges, sowie die bizarren, weißen Formen der Namib im Westen. Spätestens im weichen Abendlicht vereint sich all das zu einem atemberaubenden, unvergesslichen Bild, einem Bild das es nur in Afrika gibt…

DAS LAND

Der Name Namiba leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten westlichen Küstenraum einnimmt und wurde gewählt, um keines der vielen namibischen Völker zu benachteiligen. In Namibia leben Damara, Herero, Himba, Ovambo, San (Buschleute), Nama (Hottentotten), Kavango, Rehoboth Baster, Buren, Deutschnamibier (ca. 20tsd), Österreicher (ca.750), … die weiße Bevölkerung Namibias macht rund 6% der Gesamtbevölkerung aus.

So vielfälltig wie die Völker sind auch die Sprachen. Amtssprache ist Englisch und damit kommt man auch im ganzen Land sehr gut zurecht. Sehr verbreitet ist auch Afrikaans, aber geschichtlich bedingt auch Deutsch. Und jedes Volksstamm hat natürlich seine Sprache wie Ovambo, Rukwangalie, Damara oder Nama, das durch seine vier Klicklaute heraussticht.

Die trockene Landschaft war ursprünglich von den Völkern der San („Buschleute“) und der Damara besiedelt. Das Gebiet des heutigen Namibia wurde im Jahre 1884 ein deutsches „Schutzgebiet“ – Deutsch-Südwestafrika und blieb bis zum Ende des Ersten Weltkrieges eine deutsche Kolonie. Noch heute gibt es viele deutsche Straßen- und Flußnamen. 1920 stellte der Völkerbund Namibia unter südafrikanisches Mandat – das seine eigenen Gesetze, wie die zur Apartheid, in Namibia einführte. Namibia erlangte im Zuge des Namibischen Befreiungskampfes am 21. März 1990 (Walvis Bay 1994) die Unabhängigkeit von Südafrika.

Namibia ist aufgrund des großen Flächenanteils der Namib-Wüste eines der dünnst besiedelten Länder der Erde, es leben gerade mal 2,1 Millionen Einwohner auf 824.000 km². Es hat eine stabile parlamentarische Demokratie und gilt als sicher. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Windhoek. Die Wirtschaft ist stark durch die Bereiche Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus und Bergbau speziell von Uran, Gold, Silber geprägt.